Welche Administrativmassnahmen gibt es?

Verweigerung des Lernfahrausweises / Führerausweises

Sie haben ein Motorfahrzeug gelenkt, ohne einen Führerausweis zu haben.

Beispiele:

Sie haben das Motorrad Ihres Kollegen ausprobiert und sind dabei in eine Polizeikontrolle geraten. Sie haben weder die Motorrad-Prüfung noch die Auto-Prüfung gemacht.  

Sie haben am letzten Wochenende ohne Erlaubnis das Auto Ihrer Eltern genommen und sind damit gefahren. Die Polizei hat Sie kontrolliert und festgestellt, dass sie erst 16 Jahre alt sind und gar keinen Führerausweis haben.  

Was geschieht nun?

Wenn Sie ein Motorfahrzeug lenken und gar keinen Führerausweis haben, verweigern wir Ihnen den Lernfahrausweis oder den Führerausweis.

Was bedeutet das konkret?

  • Wir ordnen eine Sperrfrist an. Diese dauert mindestens sechs Monate.
  • Diese Sperrfrist fängt mit dem Datum der Fahrt ohne Führerausweis an. Wenn Sie aber zum Zeitpunkt der verbotenen Fahrt das Mindestalter für diese Fahrzeug-Kategorie noch nicht erreicht hatten, beginnt die Sperrfrist erst mit Erreichen des geltenden Mindestalters zu laufen. 
  • Haben Sie zusätzlich zum Fahren ohne Ausweis Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften begangen, kann die Sperrfrist deutlich mehr als sechs Monate betragen.
    Die Sperrfrist kann auch erhöht werden, wenn Sie bereits früher eine Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz begangen haben.

Weitere Gründe für eine Verweigerung:

  • Sie erfüllen die medizinischen Mindestanforderungen nicht.  
  • Sie haben die vierte praktische Führerprüfung nicht bestanden.
  • Sie haben die Führerprüfung nicht bestanden und es liegt ein verkehrspsychologisches Gutachten vor, das Ihre Fahreignung verneint.